Darum solltest du deine Bettwäsche regelmäßig lüften

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Jeder weiß, dass die Bettwäsche regelmäßig gewechselt werden sollte. Frische Bettwäsche riecht gut, ist kuscheliger und sie ist einfach rundum angenehmer. Regelmäßiges Lüften ist mindestens genauso wichtig, doch daran denken viele nicht. Hier findest du die wichtigsten Gründe, wieso das regelmäßige Lüften der Bettwäsche so wichtig ist.

Reduktion der Feuchtigkeit

Jeder Mensch verliert andauernd durch Transpiration und Atmung Wasser. In einer Nacht kann der Flüssigkeitsverlust rund 1,5 Liter betragen. Vor allem, wenn du in einem geschlossenen Raum schläfst, sammelt sich diese Feuchtigkeit in der Raumluft und besonders in der Bettwäsche. Die Folge davon ist, dass du damit ideale Lebensbedingungen für Keime, Pilze und Hausstaubmilben schaffst. Dies klingt nicht nur richtig unangenehm, sondern kann dich auch krankmachen – das kannst du jedoch mit regelmäßigem Lüften deiner Bettwäsche vermeiden.

Die gesundheitlichen Risiken durch feuchte Bettwäsche

Wenn du auf das regelmäßige Lüften von deinem Bettzeug verzichtest, vermehren sich Bakterien, diverse Pilze und Hausstaubmilben explosionsartig. Die Bakterien sind hierbei noch das geringste Problem. Sie verstoffwechseln deinen Schweiß und produzieren unangenehmen Geruch. Dies kann auch Atemprobleme verursachen.

Wesentlich schlimmer sind Schimmel und Hausstaubmilben

Schimmel sind kleine Pilze, die sich aufgrund ihrer geringen Größe extrem schnell entwickeln. Sobald Schimmel ausgewachsen ist, produziert er Sporen, welche er in die Luft abgibt, um sich weiter zu vermehren. Zwar haben Sporen nicht viel mit Blütenpollen zu tun, jedoch wirken sie auf deine Atemwege sehr ähnlich. Wenn du nicht allzu sensibel bist, verstopft deine Nase etwas und du hast zumindest morgens leichte Schwierigkeiten beim Atmen. Wenn du jedoch etwas empfindlicher bist, können Schnupfen und Husten zu den Symptomen dazu kommen. Diese sind bereits deutlich lästiger, hören jedoch zumindest recht bald auf, sobald du das Schlafzimmer verlassen hast. Ähnliche Symptome werden durch Hausstaubmilben verursacht – indirekt zumindest. Denn die kleinen, etwa 0,5 mm messenden Milben tun nicht viel. Auch sie ernähren sich von deinem Schweiß und mikroskopisch kleinen Hautschüppchen, welche du die ganze Zeit über verlierst. Das Problem besteht darin, was das Ergebnis davon ist: der Kot der Milben ist staubfein und enthält einige Stoffe, welche deine Atemwege massiv reizen können.

Langzeitfolgen: Chronische Atemwegserkrankungen

Regelmäßiges Lüften der Bettwäsche verhindert, dass eine hohe Belastung mit Schimmelsporen und dem Kot von Hausstaubmilben entsteht. Während die Symptome, welche einer Erkältung ähneln, bereits sehr lästig werden können, sind auf Dauer chronische Erkrankungen unvermeidbar. Sowohl Schimmelsporen, als auch der Kot von Hausstaubmilben können deine Atemwege langfristig so massiv belasten, dass sich dein Körper entsprechend massiv gegen diese Belastung anfängt zu wehren. Die Folgen sind letztlich Asthma und Allergien gegen Schimmelsporen und die bekannte Hausstauballergie. Sobald du dieses Stadium erreicht hast, kannst du kaum noch etwas dagegen tun und meistens nur noch die Symptome abmildern. Doch gerade bei Allergien wird das sehr schwierig werden. Denn sobald dein Immunsystem erst einmal damit angefangen hat über zu reagieren, tut es dies meistens bei unterschiedlichsten Dingen und so können noch Heuschnupfen und Lebensmittelallergien hinzukommen. Doch es geht noch schlimmer! Falls du durch eine andere Erkrankung stark angeschlagen sein solltest und dein Immunsystem sich nicht richtig wehren kann, besteht die Möglichkeit, dass sich Schimmelsporen in deiner Lunge festsetzen und dort keimen. Dies ist zwar sehr unwahrscheinlich, jedoch nicht vollkommen unmöglich. Falls es dazu kommt, kann es bis zu einer Lungenentzündung und anderen wesentlich gefährlicheren Krankheiten kommen.

Stern ist sich sicher, dass man nach diesen Bildern die Bettwäsche öfters wechselt:

Vorsicht ist besser als Nachsicht

Selbstverständlich sind die vielfältigen gesundheitlichen Probleme nur theoretisch möglich. Wenn du ein gesundes Immunsystem hast, wirst du letztlich kaum etwas von den genannten Beschwerden haben oder überhaupt spüren. Doch seien wir ehrlich: Bakterien, Schimmel und Milbenkot klingen einfach ekelig! Mach morgens das Fenster auf, leg die Bettwäsche für eine Weile ans offene Fenster oder schlage sie zumindest weit zurück und wende sie einmal, damit auch die Matratze lüften kann. Dies bedeutet nicht allzu viel Arbeit und du bist einfach auf der sicheren Seite. Selbst wenn nie etwas passieren sollte: Bettwäsche regelmäßig lüften reduziert den Geruch im Schlafzimmer und sorgt einfach für einen angenehmeren Schlaf – und zumindest das sollte dir den Aufwand wert sein!

 

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